Beim Festakt zum zehnjährigen Bestehen der Refugee Law Clinic Gießen am 2. Februar 2018 wurde gemeinsam mit verschiedenen Projektbeteiligten zurück und in die Zukunft geblickt.

Die Refugee Law Clinic Gießen wurde im Wintersemester 2007/08 an der Universität Gießen gegründet und war damit das erste Ausbildungsprojekt dieser Art in Deutschland. Das zehnjährige Bestehen bot also einen guten Anlass, bei einem Festakt gemeinsam Erinnerungen auszutauschen, die Zukunft zu planen und sich bei allen Unterstützenden des Projekts zu bedanken.

Sowohl der Präsident der Universität, Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, als auch die Dekanin des Fachbereichs Rechtswissenschaft, Prof. Dr. Marietta Auer, betonten in ihren Grußworten die große Bedeutung der RLC für die Universität und den Fachbereich. Die RLC zeige, dass auch Studierende die Universität mitgestalten und mit ihren Projekten Reputation gewinnen könnten. Bei einer Gesprächsrunde, an der Studierende und Lehrende der RLC teilnahmen, wurde gemeinsam über die jeweils individuelle Bedeutung der RLC reflektiert sowie darüber, welche Veränderungen die RLC in den letzten zehn Jahre mitgemacht hat und was wir uns für ihre Zukunft wünschen.

Die Festrede wurde von Prof. Dr. Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, gehalten. Sie betonte die Bedeutung der Menschenrechte und Menschenwürde, die bei der Aufnahme von Schutzsuchenden stets beachtet werden müssten. Dies zeigte sie an mehreren Stellen im Verlauf eines Asylverfahrens auf. Menschenrechte müssten von der breiten Gesellschaft getragen werden, damit sie nicht zur hohlen Phrase würden, was Ausgrenzungen und Spaltungen der Gesellschaft zur Folge habe. Bei einem abschließenden Empfang gab es die Möglichkeit zum informellen Austausch der Teilnehmenden, unter anderem Studierende verschiedener Jahrgänge, ehemalige Lehrende und verschiedene Kooperationspartner der RLC. Wir freuen uns auf die nächste Feier zum 15-jährigen Bestehen der RLC und sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen.