Crossroads

Ein letztes Mal trifft sich der Gründungsvorstand des Bundesverbandes vor der Mitgliederversammlung im September – diesmal im rheinischen Köln. Seit dem vorherigen Treffen in Frankfurt a.M. und Stuttgart im Frühjahr ist viel passiert. Dementsprechend gab es viel zu besprechen, zu planen, zu diskutieren. Ein Kölsch gab es vielleicht auch.

Verbandsarbeit

Zum Auftakt stand gleich ein interessanter Termin an. Am Freitag waren Max, Simon und Christoph vorgeladen bei Wolters Kluwer, besser bekannt als der „andere Verlag, der nicht zu Beck gehört“. Man wollte sich einmal austauschen, was wir als Refugee Law Clinics so machen.

Nach einer nicht ganz unproblematischen Anreise in ein bescheidenes Industriegebiet am südlichen Kölner Stadtrand waren wir gespannt, was wir dort eigentlich sollten. Überraschenderweise wurden wir nicht von irgendjemandem in Empfang genommen, sondern von der CEO Martina Bruder höchstpersönlich – es schien ihnen ernst.

„Wir wollen ehrlich sein: Sie sind zukünftig unser Markt. Wie können wir Euch heute unterstützen?“

Nach einem sehr ehrlichen Ein- und Ausblick von Wolters Kluwer in Deutschland folgte der für uns wirklich spannende Teil. Der Verlag hat erkannt, dass sie neben Beck nicht nur die underdogs sind, sondern dass die RLCler*innen von heute die Anwält*innen von morgen sind. Wie überzeugt man die Kund*innen von morgen heute schon von einem Produkt? Man schenkt es ihnen als Studierende und hofft, dass sie auch später dabei bleiben.

Praktisch bedeutet das, dass jede RLCler*in in Deutschland kostenlosen Zugriff auf Wolters Kluwers Jurion-Dienst erhält. Auch Jurion ist besser bekannt als „das Konkurrenzprodukt zu Beck-Online“.

Jede RLCler*in. In ganz Deutschland. Individuelle Accounts. Kostenlos. Ausländer-, Verwaltungs- und Sozialrecht sowie das Grundlagenmodul AnwaltspraxisPlus. Details folgen…

„Eigentlich müssen wir schnell noch ein Foto machen. Sonst glaubt uns das eh niemand.“

Vorstandsarbeit

Nach fast einem Jahr Aufbauarbeit als Bundesverband galt es darüber zu sprechen was wir geschafft haben und was nicht – und natürlich warum. Wir konnten auf ein ereignisreiches Jahr zurück blicken und einige sinnvolle Punkte für die Zukunft festhalten. Unsere laufenden Antragsverfahren zur Finanzierung der Geschäftsstelle in Berlin haben nach zähen Feedback-Runden ihren letzten Feinschliff bekommen.

Dieses Foto ist keinesfalls gestellt.

Die Kolleg*innen von der Refugee Law Clinic Cologne haben uns freundlicherweise ihr Büro für das Wochenende zur Verfügung gestellt. Vielen Dank noch einmal dafür!

Wichtiger Bestandteil der Vorstandsarbeit ist selbstverständlich der Jahresbericht. Er zeugt von einem intensiven Jahr, in dem viel passiert ist. Zu lesen gibt es diesen ausführlichen Bericht rechtzeitig zur Mitgliederversammlung in Weingarten.

An der frischen Luft schreibt sich der leidige Jahresbericht fast wie von selbst.

Crossroads

Einen nicht unerheblichen Teil des Wochenendes haben wir mit der Vorbereitung für die Mitgliederversammlung in Weingarten im September verbracht. Das Jahr hat gezeigt, dass sich viele unserer Vorstellungen und Ziele als richtig und sinnvoll erwiesen haben. Andere nicht. Die meisten ganz anders als gedacht.

Für den Bundesverband stehen grundlegende Richtungsentscheidungen an. Wer sind wir eigentlich? Und was bedeutet das? Vertreten wir jemanden? Wer ist das? Vertreten wir Werte? Wenn ja, welche? Und warum? Was können wir mit unseren Strukturen und Kompetenzen? Wollen wir das überhaupt?

Wir haben uns einige Gedanken gemacht wo es von hier aus hingehen kann. In Weingarten haben wir einiges zu besprechen.

Wie gesagt: ein Kölsch haben wir vielleicht auch getrunken.

 

Zum Abschluss noch ein kleiner Teaser zu dem, was kurz nach dem Treffen in Berlin passiert ist… Brace yourself.

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